Landau.
Lebensmittel verantwortungsvoll, achtsam und nachhaltig zu verwenden, ist das
gemeinsame Ziel einer neuen Kooperation zwischen der TEBA Kreditbank und dem Kreis-
Caritasverband Landau. Nicht verkaufte, einwandfreie Mahlzeiten aus dem neuen
Essensautomaten "Mr. Lunch" der TEBA Kreditbank werden künftig regelmäßig an die Caritas
weitergegeben.
Ausgangspunkt des Projekts war zunächst die Idee der TEBA Kreditbank, ihren Mitarbeitern
eine flexible, schnelle und zugleich hochwertige Verpflegungsmöglichkeit während des
Arbeitsalltags anzubieten. Mit "Mr. Lunch" stehen direkt im Haus frisch gekochte und gekühlte
Speisen aus hochwertigen, regionalen Zutaten zur Verfügung. Der wöchentlich wechselnde
Speiseplan umfasst vegane und vegetarische Gerichte ebenso wie Fisch- und Fleischgerichte.
Dass aus dem Angebot für die eigenen Beschäftigten gleichzeitig eine Kooperation mit der
Caritas entstehen konnte, freut Alexander Ries, Geschäftsführer der TEBA Kreditbank,
besonders: "Mit ‚Mr. Lunch‘ wollten wir in erster Linie unseren Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern etwas Gutes tun und ihnen eine unkomplizierte und gute Versorgung am
Arbeitsplatz ermöglichen. Umso schöner ist es, dass wir mit dem Konzept gleichzeitig einen
Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung leisten und die Arbeit der Caritas vor Ort
unterstützen können. So entsteht aus einer guten Idee für unsere Mitarbeitenden noch ein
zusätzlicher sozialer Mehrwert."
Denn von Anfang an war klar: Einwandfreie Lebensmittel, die nicht verkauft werden, sollen
möglichst nicht entsorgt werden. Stattdessen werden übrig gebliebene Mahlzeiten der Caritas
zur Verfügung gestellt und dort sinnvoll weitergegeben.
Für den Transport wurde eine einfache und praktikable Lösung gefunden. Die Fahrer von Essen auf Rädern des Kreis-Caritasverbandes sind ohnehin täglich in Landau und Umgebung
unterwegs, um Menschen zu Hause mit Mahlzeiten zu versorgen. Nach Abschluss ihrer Tour
werden die nicht verkauften Gerichte bei der TEBA Kreditbank abgeholt und in einer Kühlbox
zur Caritas transportiert.
Federführend kümmert sich Fahrer Peter Dyxy um die Abholung und den Transport. Innerhalb
der Caritas koordiniert Pflegedienstleiterin Andrea Kiefl den Ablauf und die Verteilung.
"Solche Kooperationen leben davon, dass nicht nur eine gute Idee da ist, sondern Menschen
bereit sind, sie im Alltag umzusetzen", betont Martin Hohenberger, geschäftsführender
Vorstand des Kreis-Caritasverbandes Landau. "Deshalb gilt mein besonderer Dank Andrea
Kiefl und Peter Dyxy, die bei uns dafür sorgen, dass die Abläufe funktionieren. Lebensmittel
sind wertvoll. Deshalb sollten wir alles dafür tun, verantwortungsvoll und achtsam mit ihnen
umzugehen und vermeidbare Verschwendung zu verhindern. Wenn einwandfreie Mahlzeiten
übrigbleiben und wir über unsere bestehenden Strukturen die Möglichkeit haben, sie sinnvoll
weiterzugeben, dann ist es naheliegend, beides miteinander zu verbinden."
In den kommenden Wochen wollen TEBA und Caritas zunächst Erfahrungen sammeln. Wie
viele Mahlzeiten regelmäßig übrigbleiben, lässt sich zum Start noch nicht abschätzen. Ebenso
soll sich in der Praxis zeigen, in welchen Diensten und Angeboten der Caritas die gespendeten
Essen am sinnvollsten eingesetzt und weitergegeben werden können.
"Nachhaltigkeit muss nicht immer kompliziert sein", so Hohenberger. "Manchmal geht es
einfach darum, vorhandene Möglichkeiten miteinander zu verbinden. Uns ist wichtig, dass
Lebensmittel nicht unnötig vernichtet werden, sondern dort, wo es möglich ist, noch einem
guten Zweck dienen. Genau dafür steht diese Zusammenarbeit."
TEBA Kreditbank und Kreis-Caritasverband wollen das Modell nun anhand der praktischen
Erfahrungen gemeinsam weiterentwickeln. Im Mittelpunkt bleibt dabei ein gemeinsames
Anliegen: Lebensmittel wertzuschätzen, Verschwendung möglichst zu vermeiden und
vorhandene Ressourcen verantwortungsvoll und nachhaltig zu nutzen.