Landau.
Von Freitag, 18., bis Sonntag, 27. September., findet in ganz Bayern die siebte
Demenzwoche
statt. Auch im Landkreis Dingolfing-Landau finden um diese Woche herum eine Vielzahl an Veranstaltungen, für Betroffene, Angehörige, Pflegekräfte oder Interessierte statt. Besonders in der Altenhilfe ist Demenz ein zentrales Thema. Daher hat der Kreiscaritasverband Landau dieses Jahr drei Veranstaltungen organisiert.
"Wie gehe ich mit demenzerkrankten Menschen letztlich um, ist für mich als jemand, der in so vielen Formen wie bei uns Altenhilfeträger ist, eine ganz große Frage", erklärte Martin Hohenberger bei einem Pressetermin am Dienstag. Besonders, da das Krankheitsbild für alle sehr anspruchsvoll sei, ob für Fachkräfte oder Angehörige. Barbara Mittnacht, Leiterin der Fachstelle für pflegende Angehörige, hat dafür dieses Jahr drei Veranstaltungen für drei Zielgruppen für den ganzen Landkreis organisiert.
Ein Film für alle Interessierten Am Montag, 21. September, zeigt die Caritas für alle Interessierten den Film "Diagnose Demenz - Ein Schrecken ohne Gespenst" im Landauer KuKi. Der Film beginnt um 19 Uhr und der Eintritt ist frei. "Es ist eine Veranstaltung für die Bevölkerung, um grundsätzlich einmal mit dem Thema in Kontakt zu treten, aber natürlich auch für Angehörige", erklärte Barbara Mittnacht. "Es ist ein kostenloser Kinobesuch - und im schlimmsten Fall habe ich zwei Stunden meiner Lebenszeit investiert", fügte Martin Hohenberger hinzu. Es müsse sich niemand verpflichtet fühlen, sich an Gesprächen vor oder nach dem Film zu beteiligen. "Wir gehen davon aus, dass die Sitzplätze im Kino ausreichen." Daher verzichtet die Caritas bei dieser Veranstaltung auf eine Anmeldung.
Als zweite Veranstaltung bietet die Caritas am Dienstag, 22. September, um 18 Uhr einen Vortrag von Susanne Gruber in den Räumen der Tagespflege Lebensglück in Simbach an. Susanne Gruber ist in der Beratung im sozialpsychologischen Dienst der Caritas tätig. Das Thema ist "Selbstfürsorge und Resilienz für pflegende Angehörige". "Das ist tatsächlich noch einmal eine fachliche Vertiefung für pflegende Angehörige", so Martin Hohenberger. Selbstfürsorge und Resilienz seien von Bedeutung, damit Angehörige diese physisch, psychisch und finanziell herausfordernde Zeit überstehen. "Susanne Gruber ist da die Expertin in unserem Haus", fügte Hohenberger hinzu.
Bei der dritten Veranstaltung referiert der Chefarzt Dr. Peter Kolbinger, der das Zentrum für Altersmedizin Landau und die geriatrische Tagesklinik leitet. Am Mittwoch, 30. September, um 19 Uhr wird er einen Vortrag über das Leben mit Demenz in den Räumlichkeiten des Pfarrheims St. Maria am oberen Stadtplatz halten. "Theoretisch ist dieser Vortrag auch für Personen gedacht, die die Diagnose haben und noch am Anfang ihrer Erkrankung stehen", erklärte Barbara Mittnacht. "Dr. Kolbinger ist ein ausgewiesener Experte für dieses Thema, und damit haben wir wirklich einen renommierten Wissenschaftler", sagte Martin Hohenberger und zeigte sich überzeugt, für den Vortrag das Pfarrheim bis auf den letzten Platz zu füllen.
Da diese beiden Angebote aufgrund der Örtlichkeit von der Teilnehmerzahl begrenzt sind, ist eine Anmeldung bei Barbara Mittnacht unter Telefon 09951/9851-50 oder per E-Mail an barbara.mittnacht@caritas-landau.de erforderlich.
Immer weiter in die Mitte der Gesellschaft
Damit sei der Caritas ein Dreiklang mit ganz unterschiedlichen Blickwinkeln auf ein und dasselbe Thema gelungen, gab sich Martin Hohenberger zuversichtlich. "Ich finde, das ist ein wichtiger Beitrag zur bayerischen Demenzwoche." Demenz sei ein Thema, das immer weiter in die Mitte der Gesellschaft rücke, da die meisten Menschen mit Demenz von ihren Angehörigen zu Hause gepflegt würden, fügte Barbara Mittnacht zum Abschluss hinzu.
von Andreas Flexeder